Die kathodische elektrophoretische Lackierung (CEP) stellt eine hochmoderne Oberflächenveredelungslösung dar, die in der Automobilfertigung, in der Industriemaschinenherstellung, bei Haushaltsgeräten, elektronischen Gehäusen und bei der Herstellung metallischer Komponenten weit verbreitet ist. Mithilfe eines elektrochemischen Abscheidungsprozesses trägt dieses System eine gleichmäßige, stark haftende und korrosionsbeständige organische Beschichtung auf leitfähige Substrate auf und verbessert dadurch deutlich die Lebensdauer und das Erscheinungsbild des Produkts.
Bei OURS COATING entwickeln und bauen wir schlüsselfertige elektrophoretische Anlagen, die Vorbehandlung, Elektrophorese, Nachspülung und Aushärtung in einen nahtlosen, automatisierten Produktionsablauf integrieren. Unsere Anlagen sind so konstruiert, dass sie die Durchsatzleistung steigern, die Betriebskosten senken und stets hochwertige, konsistente Oberflächen erzielen – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für Ihr Unternehmen.

Eine vollständige kathodische elektrophoretische Anlage besteht aus mehreren voneinander abhängigen Modulen, von denen jedes präzise gesteuert wird, um eine optimale Beschichtungsleistung sicherzustellen:
• Gleichrichter (Stromversorgung) – Stellt die stabile Gleichspannung und den konstanten Gleichstrom bereit, die für die Elektrophorese erforderlich sind. Unsere fortschrittlichen Gleichrichter verfügen über programmierbares Hochfahren (Ramping) und Welligkeitskontrolle, um eine gleichmäßige Filmentwicklung selbst bei komplex geformten Werkstücken sicherzustellen.
• Elektrophorese-Bad – Das zentrale Prozessgefäß, typischerweise aus korrosionsbeständigem Stahl mit einer inneren Beschichtung gefertigt. Es enthält die Anoden-Zellen (z. B. röhrenförmige oder plattenförmige Anoden) sowie die kathodisch beschichteten Werkstücke, die an dem Förderband hängen. Das Bad ist mit einem Umlauf- und Filtersystem ausgestattet, um die Badstabilität, Temperaturgleichmäßigkeit und den richtigen Feststoffgehalt zu gewährleisten.
• Ultrafiltrations-(UF-) und Spülsystem – UF-Anlagen gewinnen überschüssige Lacke zurück und liefern sauberes Permeat für die Nachspülung, wodurch die Lackausnutzung verbessert und die Abwassermenge reduziert wird. Eine mehrstufige Sprühspülung stellt eine gründliche Entfernung des Mitnahmelacks (Drag-out) sicher und verhindert Oberflächenfehler.
• Förderband und Aufhängemechanismus – Ein robustes Überkopf- oder bodenmontiertes Förderband transportiert die Werkstücke mit kontrollierter Geschwindigkeit durch die gesamte Anlage. Das Aufhängesystem umfasst leitfähige Aufhänger, die einen zuverlässigen elektrischen Kontakt gewährleisten – entscheidend für eine gleichmäßige Schichtdicke.
• Vorbehandlungsabschnitt – Obwohl nicht Teil des Elektrophoresebades selbst, umfasst eine komplette Anlage Entfettungs-, Phosphatierungs- (oder Zirkonium-Umwandlungs-) und Spülstufen. Eine ordnungsgemäße Vorbehandlung ist entscheidend für Haftung und Korrosionsbeständigkeit.
• Aushärteofen – Nach der Elektrophorese durchlaufen die Werkstücke einen gasbefeuerten oder elektrischen Konvektionsofen, in dem die Lackfilmierung bei erhöhten Temperaturen (typischerweise 160–200 °C) vernetzt wird, um endgültige Härte und Glanz zu erreichen.
• Steuerungs- und Überwachungssystem – Eine zentrale, SPS-basierte Steuereinheit mit HMI-Touchscreen-Monitor überwacht und passt wichtige Parameter (Spannung, Badtemperatur, pH-Wert, Leitfähigkeit, Feststoffgehalt) in Echtzeit an und gewährleistet wiederholbare Qualität sowie vollständige Produktionsrückverfolgbarkeit.
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