Das Anodensystem spielt eine entscheidende Rolle im Elektrotauchlackierprozess und gewährleistet eine stabile Bad-pH-Wert- und Leitfähigkeitsregelung. Dies erfolgt über zentrale Komponenten wie den Anolytbehälter, die Umwälzpumpe, den Durchflussmesser, die Ventile sowie die Anodenkammern. Jede Kammer enthält ein Anodenrohr und eine Ionenaustauschmembran; Strommessgeräte dienen zur Stromüberwachung.
Das Anolyt-Zirkulationssystem muss rund um die Uhr betrieben werden, solange sich Beschichtungslösung im Elektrodepositionstrog befindet – unabhängig davon, ob Beschichtungsoperationen aktiv sind. Während Wartungsstillständen ist die Gleichstromversorgung der Anode zu trennen, das Zirkulationssystem jedoch weiterzubetreiben. Bei längeren Produktionsunterbrechungen wird empfohlen, das alte Anolyt abzulassen und vor Wiederaufnahme der Produktion eine frische Charge vorzubereiten. Diese Vorgehensweise verlängert die Lebensdauer der Membranelektroden und hemmt das bakterielle Wachstum im Anodensystem.

Normales Anolyt ist klar und durchsichtig. Jede plötzliche Farbänderung deutet auf ein potenzielles Problem hin:
• Trübung: Weist auf Membranschäden hin; häufig begleitet von einer sichtbaren Ablagerung von Beschichtungsresten am Durchflussmesser.
• Trübung mit flockigem Material: Zeigt eine bakterielle Kontamination an.
• Braun bis fast schwarze Verfärbung: Bestätigt eine beschleunigte Korrosion der Edelstahl-Anodenplatten oder eine unzureichende Anolyt-Durchflussrate.
Wöchentlich eine festgelegte Konzentration Wasserstoffperoxid in den Anodentank zugeben, um das Bakterienwachstum zu hemmen. Jeder Behandlungszyklus muss mindestens zwei Stunden lang laufen. Falls das System länger als zwei Tage abgeschaltet wird, ist eine zusätzliche Biozidbehandlung erforderlich.
W zeigt eine einzelne Membran-Elektrode Störungen auf (z. B. Leckage, starke Korrosion des Elektrodenkerns, schlechte Verdrahtungsverbindungen oder ungewöhnlicher Durchfluss), sind unverzüglich korrigierende Maßnahmen einzuleiten, um einen unterbrechungsfreien Produktionsbetrieb sicherzustellen.

Hinweis: Ist die Membran einer rohrförmigen Anode beschädigt (z. B. durch Werkstückaufprall oder Tankentleerung), ist eine Reparatur oft schwierig. In solchen Fällen darf die Anode weiterbetrieben werden, sofern der individuelle Anolyt-Durchfluss deaktiviert wird.
Vorsicht: Der Betrieb ohne Anolytstrom führt zu einer schnellen Korrosion des Anodenrohrs. Falls zu wenige Anoden vorhanden sind, um eine davon zu isolieren, kann als vorübergehende Lösung ein säurebeständiger, nicht füllender Klebstoff (Epoxidharze oder andere Füllstoffe vermeiden) auf die Membran aufgetragen werden, um den Durchfluss bis zur nächsten geplanten Wartung mit vollständigem Austausch aufrechtzuerhalten.
Um die Beschichtungsqualität sicherzustellen, Energie einzusparen und die Lebensdauer der rohrförmigen Membranelektroden zu verlängern, sollten diese etwa alle sechs Monate aus dem Bad entfernt und gründlich gereinigt werden.
Ersetzen Sie die Anode, wenn die Oberflächenkorrosion am 316L-Edelstahlkern 20 % erreicht hat oder wenn die Kernlänge durch Korrosion um mehr als 10 % reduziert wurde.

Alle 2–3 Monate die Elektroden aus rostfreiem Stahl 316L um 180° drehen. Das Membrangehäuse kann zusammen mit der Elektrode gedreht werden, um die Lebensdauer weiter zu verlängern. Bei jeder Drehung sorgfältig die Verbindungen der Elektrodenverkabelung prüfen.
Wenn das Anodenrohr korrodiert, können gelöste Eisenionen die Austauschmembran verstopfen, was den elektrischen Widerstand erhöht und den Stromverbrauch steigert. Sobald die Korrosion ein kritisches Ausmaß erreicht, ist ein Austausch erforderlich. Obwohl die typische Lebensdauer von Anodenmembranen und Rohren aus rostfreiem Stahl 2–3 Jahre beträgt, liegt ihre optimale Leistungsphase bei etwa 1 Jahr.
Urheberrecht © 2025 Yangzhou OURS Machinery Co., Ltd. Alle Rechte vorbehalten. - Datenschutzrichtlinie